Digitale Überwachung von Wilderern mit Connected Conservation von Dimension Data

Der Erfolg des Projektes spricht für sich: Seit dem Start der Initiative Connected Conservation ist die Nashorn-Wilderei um 96 Prozent zurückgegangen. © Michael Hammond
Der Erfolg des Projektes spricht für sich: Seit dem Start der Initiative Connected Conservation ist die Nashorn-Wilderei um 96 Prozent zurückgegangen. © Michael Hammond

Dimension Data hat sich zum Ziel gesetzt bedrohte Tierarten in Afrika vor Wilderern zu schützen. Connected Conservation nennt sich die Initiative, die primär verdächtige Personen und Fahrzeuge überwacht. Zum Einsatz kommen Drohnen, Wärmebildkameras, Analyseprogramme und seismische Sensoren – alle Daten laufen in der Cloud zusammen. Der Erfolg des Projektes spricht für sich: Seit dem Start der Initiative „Connected Conservation“ ist die Nashorn-Wilderei um 96 Prozent zurückgegangen.

Das Horn eines Rhinozeros erzielt am Schwarzmarkt einen höheren Kilopreis als Gold oder Platin. Aus diesem Grund fallen in Südafrika pro Tag drei Nashörner Wilderern zum Opfer. Wird diese Entwicklung nicht gestoppt, werden die Rhinozerosse bis zum Jahr 2025 ausgerottet sein. Der aus Südafrika stammende und global tätige IT-Dienstleister Dimension Data hat daher im November 2015 gemeinsam mit dem Technologiekonzern Cisco die Initiative „Connected Conservation“ ins Leben gerufen, um mittels umfassender Überwachung eines festgelegten Schutzgebiets der Wilderei in Südafrika entgegenzuwirken. Und das mit Erfolg: Seit dem Start des Pilotprojekts ist die Nashorn-Wilderei um 96 Prozent zurückgegangen. Nun soll die Technologie in der zweiten Phase auf Sambia, Kenia und Mosambik ausgedehnt werden und nicht nur Nashörner vor illegalen Abschüssen bewahren, sondern auch Elefanten. Denn auch die Elefanten-Population sinkt pro Jahr um rund 27.000 Tiere – das entspricht rund acht Prozent des gesamten Bestands in der Savanne.

Ein neuer Ansatz: Wilderer digital überwachen – nicht die Tiere

Anders als bei bisherigen Initiativen überwacht Dimension Data nicht die Tiere mittels Sensoren (z.B. in den Hörnern der Rhinozerosse), sondern verdächtige Personen und Fahrzeuge. Der Vorteil dabei: Ranger werden nicht erst alarmiert, wenn sich die Tiere nicht mehr bewegen, sondern können schon eingreifen, wenn sich Wilderer Zutritt zum Lebensraum der Tiere verschaffen. „Mit unserer Connected Conservation-Initiative setzen wir uns zum Ziel, den Lebensraum der Tiere proaktiv vor dem Eindringen von Wilderern zu schützen. Die Tiere werden dabei nicht angetastet oder in ihrer Freiheit eingeschränkt, sondern sie können sich weiter frei bewegen“, erklärt Jürgen Horak, CEO von Dimension Data Austria.

Erste positive Erfahrungen mit Pilotprojekt in Südafrika

Im Inneren der Überwachungszentrale © Michael Hammond
Im Inneren der Überwachungszentrale © Michael Hammond

Zum Einsatz kommen bei „Connected Conservation“ zum Beispiel Drohnen, Wärmebildkameras, seismische Sensoren und virtuelle „Stolperschnüre“. Spezielle Analyseprogramme werten alle Daten aus und speichern die gesammelten Informationen in der Cloud. Die Technologie kommt auf dem Land, in der Luft und sogar im Wasser zum Einsatz. In Sambia etwa geben sich Wilddiebe nicht selten als Fischer aus, um an die Tiere mit ihren Booten heranzukommen. Ein Kontrollraum für Sambias Marine soll helfen, die Wilderer zu erwischen, bevor diese zu den Tieren gelangen.

Ausweitung auf andere gefährdete Tierarten geplant

Dimension Data und Cisco haben die Vision, das Projekt langfristig weltweit zu etablieren. Mit dem Connected Conservation-Modell sollen zudem auch andere gefährdete Tierarten geschützt werden, darunter Löwen, Schuppentiere, Elefanten, Tiger, Haie und Rochen. „Wir sind stolz darauf, mit dieser Initiative zu zeigen, welchen enormen Mehrwert Technologien für unsere Umwelt und Gesellschaft leisten können. Mit dem Ausbau der Connected Conservation-Initiative gehen wir hier einen Schritt weiter und zeigen, dass diese Technologie noch viel mehr Potenzial in sich birgt. Wir können noch viele weitere gefährdete Tiere auf der ganzen Welt schützen“, so Horak.

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