VDW stellte auf AMB 2018 umati vor

Nach fünf spannenden Messetagen schließt die AMB als bisher erfolgreichste und größte AMB aller Zeiten für 2018 ihre Tore.

Wer sich heuer auf der AMB bewegte merkte bereits kurz nachdem die Tore auf dem Stuttgarter Messegelände geöffnet wurden, dass es dem Anschein nach eine sehr erfolgreiche Veranstaltung werden wird. Besucher drängten sich durch die Hallen. Darüber hinaus wurde „universal machine tool interface“,kurz umati vom VDW vorgestellt.

Das Fazit nach fünf AMB-Messetagen im September schließt mit dem Statement von Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung wie folgt ab: „Aussteller, Besucher und natürlich auch die Messe Stuttgart sind positiv gestimmt – die AMB war ein voller Erfolg. Gerade im Hinblick auf die Digitalisierung in der Produktion wurde viel geboten.“ So wie „umati“ – eine Entwicklung des VDW, eine standardisierte Möglichkeit, Maschinen an vorhandene IT-Strukturen anzubinden.
Insgesamt wurden 91.016 Fachbesucher gezählt, die sich dem umfangreichen Angebot auf der AMB widmeten. Das Einzugsgebiet der Messe hat sich signifikant vergrößert, denn 18 % der Fachbesucher kamen aus 83 Ländern zur AMB nach Stuttgart gereist. Dieser Erfolg bestätigt die Messe Stuttgart laut Kromer auch darin, die im Rahmen ihres Masterplans 2025 angekündigten Pläne zu Erweiterungen, wie den Bau zusätzlicher Parkplätze, einer neuen Halle 11 sowie eines zweiten Kongresszentrums im Westen des Messeareals, zu forcieren.

Save the date 2020.

Die Besucherqualität überzeugte weiters auf hohem Niveau. Rund drei Viertel gaben an, bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt zu sein und 78 % kamen mit konkreten Kauf- und Investitionsabsichten. Mit 36 % machte der Maschinenbau den größten Anteil der Besucherbranchen aus, gefolgt von der metallbe- und
der Automobilindustrie/Fahrzeugbau mit 18 %, dem Werkzeug- und Formenbau mit 12 % und schließlich der Metallbaubetriebe mit 10 %. Mehr als ein Drittel der Besucher gaben an, nur die AMB und sonst keine andere Messe zu besuchen. Mehr als die Hälfte ist sich sicher, dass die Bedeutung der AMB weiter steigen wird. Weiterempfehlen würden die AMB 88 % der Besucher. Und bereits jetzt steht für die in zwei Jahren   fest, dass sie sich sogar noch einmal toppen könnte, denn die dann vom 15. bis 19. September 2020 stattfindende Messe feiert
ihr rundes Jubiläum mit der 20. Auflage.

VDW stellt „umati“ vor.

„Die AMB war für uns der richtige Ort und Zeitpunkt, um umati dem Markt
vorzustellen.“ Dr. Wilfried Schäfer, GF VDW

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, ist ebenfalls sichtlich zufrieden mit den Entwicklungen innerhalb der Branche. Auf
das Thema Digitalisierung selbstredend in den Fokus gerückt. Mit umati, einer standardisierten Möglichkeit, Maschinen an vorhandene IT-Strukturen anzubinden, treffe man, so Dr. Schäfer, „den aktuellen Bedarf bei Anbietern und Kunden; die AMB war für uns der richtige Ort und Zeitpunkt, um umati dem Markt vorzustellen“. Der Name umati steht dabei für „universal machine tool interface“, erklärte in seiner Rede Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW. Er führte aus: „Die neue Marke soll der vor genau einem Jahr anlässlich der EMO in Hannover gestarteten Brancheninitiative Konnektivität für Industrie
4.0 noch mehr Sichtbarkeit verschaffen. Zudem präsentiert die Initiative erste Anwendungen für die zukünftige Standardschnittstelle.“
Prokop betonte weiters, dass erste Umsetzungsbeispiele für die OPC UA-Schnittstelle bereits auf der Messe zu sehen seien. umati haben sich zahlreiche Partner mit mehreren Steuerungen an unterschiedliche Systeme angebunden. Prokop: „Wir haben bisher über 100 Parameter in der Arbeitsgruppe abgestimmt und werden zum Jahresende den Entwurf einer Spezifi kation nach OPC UA vorlegen. Zudem haben wir den Boden bereitet, um auch internationale Partner zu integrieren. Und schlussendlich haben wir unserer Initiative nunmehr einen Namen gegeben und damit eine eigenständige
Marke mit hohem Wiedererkennungswert aus der Taufe gehoben.“

Den Mittelstand unterstützen.

Um die Digitalisierung und Vernetzung, wie sie im Kontext von
werden, kommen Maschinenbauer nicht mehr herum. Software und IT-Systeme durchdringen den Alltag und auch Maschinen
müssen einfach und zuverlässig in ihr jeweiliges „Ökosystem“
einzubinden sein. Dies effi zient zu realisieren, bedarf offener,
unabhängiger Schnittstellen, sind sich alle einig. Prokop sagte in diesem Zusammenhang noch: „Deshalb haben wir auf Initiative des VDW-Vorstands auf der Weltleitmesse der Metallbearbeitung, EMO Hannover, im September 2017 offi ziell die Brancheninitiative Konnektivität für Industrie 4.0 gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines Schnittstellenstandards, mit dessen Hilfe Unternehmen die Anbindung von Maschinen deutlich einfacher und günstiger vorantreiben können. Denn Konnektivität ist der Schlüssel zu allen Mehrwerten und Geschäftsmodellen.“
Besonders kleinere Mittelständler brauchen demnach die Möglichkeit, einfach an neuen Entwicklungen wie der Plattformökonomie teilzuhaben, damit sie sich im täglichen Geschäft auf ihr jeweiliges Kern-Know-how konzentrieren können.

Wer ist beteiligt?

Das umati-Kernteam besteht aus Chiron, DMG Mori, Emag, Grob, Heller, Liebherr-Verzahntechnik, Trumpf und United Grinding Group. Steuerungsseitig sind Beckhoff, Bosch Rexroth, Fanuc, Heidenhain und Siemens involviert. Darüber hinaus sind mittlerweile GF Machining Solutions und Pfiffner (FFG-Gruppe) als Anwendungspartner aktiv.