Gerhard Melcher sieht großes Potenzial in der AMB

Gerhard Melcher, Vertriebsleiter bei Boehlerit, sieht den Stellenwert der AMB als sehr hoch an.

Boehlerit ist bekannt für Qualität und Innovation, was die Kapfenberger auch immer wieder auf Messen unter Beweis stellen. Nach einem sehr erfolgreichen Auftritt in Österreich auf der Intertool folgt nun die AMB in Stuttgart. Gerhard Melcher, Vertriebsleiter bei Boehlerit,
sieht den Stellenwert der AMB als sehr hoch an. Weshalb und was die Besucher in Stuttgart
bei Boehlerit erwartet, beantwortet er in einem Interview.

MM: Die AMB 2018 soll den Erwartungen nach eine der größten
Veranstaltungen ihrer Art werden. Mehr als 1.500 Aussteller werden ihre Innovationen präsentieren. Mit welchen Erwartungen wird Boehlerit in Stuttgart ausstellen?
Gerhard Melcher: Nach einer für Boehlerit überaus erfolgreichen Intertool in Wien liegt der Fokus jetzt auf der Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung. Die AMB ist sicherlich die wichtigste Fachmesse für Zerspanungswerkzeuge in Europa und hat natürlich auch für unsere österreichischen Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert.

MM: Welche Produkt-Highlights werden am Messestand zu
erwarten sein?
Melcher: Das Fräsprogramm von Boehlerit umfasst zehn innovative Werkzeugsysteme und zwölf neue Frässorten. Angepasst an die Bearbeitung zum Plan- oder Eckfräsen lassen sich alle aktuellen Werkstoffe sicher und wirtschaftlich zerspanen. Zur AMB bringt Boehlerit das neue 3D-Fräsprogramm mit dem Kugelkopierwerkzeug Balltec, dem Frässystem Rhombictec sowie dem ISO 00P für die Schruppbearbeitung auf den Markt. Auch im Bereich Vollhartmetall-Fräser setzt Boehlerit auf höchste Qualität und Performance: Erreicht wird dies einerseits durch das durchdachte Rohlingskonzept, andererseits durch die hochwertigen
Substrate und Beschichtungen.
Auch für die Innendrehbearbeitung von Werkstücken mit Durchmesser 8,0 bis 20 mm hat Boehlerit mit den neuen Minitec-Klemmhaltern eine interessante Werkzeuglösung speziell für die Medizintechnik, Elektronik und Automobilindustrie parat. Boehlerit hat mit der Firma Adam Rollsysteme GmbH einen kompetenten Partner für die Beratung und Anwendung von Profil- und Gewinderollköpfen sowie für die
Axial- und Tangential-Rollwerkzeugen an der Seite.

MM: Mit der erstmals stattfindenden Sonderschau Digital Way wird der Weg zur Digitalisierung wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Inwiefern ebnet Boehlerit seinen Kunden den Weg in die Digitalisierung?
Melcher: Unsere Aufgabe als Werkzeughersteller ist es, unsere Kunden mit unseren Schneiden produktiver zu machen. Wir vernetzen zwar nicht bei unseren Kunden Maschinen, aber wir machen unsere Werkzeuge fit für Industrie 4.0, in dem wir sehr eng mit unserem Schwesterunternehmen Bilz zusammenarbeiten, wo wir RFID-Chips – sogenannte Smart Chips – bereits in Thermogrip Schrumpffutter verwenden. Diese werden in Zukunft als Basiskomponente für Werkzeugidentifikationslösungen von Boehlerit im Sinne Industrie 4.0 angeboten.

MM: Österreich ist derzeit in einer Hochkonjunkturphase. Wirtschaftsexperten sehen jedoch für die Industrie (in Deutschland) bereits einen Einbruch der Zahlen/Aufträge für Juni. Wie sehen Sie die wirtschaftliche Entwicklung für Boehlerit?
Melcher: Den Höhepunkt der Hochkonjunkturphase haben wir bereits hinter uns. Es läuft aber nach wie vor sehr gut. Wir liegen mit unseren Halbjahreszahlen im Auftragseingang 25 % über 2017. Wir rechnen mit Ende 2018 20 % über 2017 was für die Boehlerit in Kapfenberg das beste Ergebnis in der Firmengeschichte sein wird. Nachdem wir schon 2017 um 15 % gewachsen sind und 2018 wiederum 20 % wachsen werden, rechnen wir mit einer Konsolidierung im Jahr 2019 zwischen den Zahlen 2017 und 2018.

Lesen Sie hier den Bericht über Boehlerit auf der AMB 2018.