GLS Dental optimiert Lagerhaltung mit Inform-Softwarelösung

Die Erwartungen an eine Optimierungssoftware konnte GLS Dental schnell defi nieren: Das Unternehmen wollte Bestände und Dispositionsaufwand jeweils um bis zu 20 % senken, den Lieferservicegrad erhöhen sowie das C-Teile- Management automatisieren.
Die Erwartungen an eine Optimierungssoftware konnte GLS Dental schnell defi nieren: Das Unternehmen wollte Bestände und Dispositionsaufwand jeweils um bis zu 20 % senken, den Lieferservicegrad erhöhen sowie das C-Teile- Management automatisieren.

Eine Zahnbehandlung ohne Betäubungsmittel ist unvorstellbar. Zahnarztpraxen und Zahnlabore müssen daher immer mit entsprechenden Materialien für ihren täglichen Gebrauch ausgestattet sein. Für eine schnelle Versorgung ist das Großhandels-Dienstleistungs-unternehmen GLS Dental zuständig und hat jetzt seine Lagerlogistik mit Inform Software aufgerüstet.

GLS Dental zählt eigenen Angaben zufolge zu den führenden Dienstleistern auf dem europäischen Dentalmarkt. Mit 100 Mitarbeitern an drei Standorten innerhalb von Kassel (Deutschland) beliefert der Distributor Zahnarztpraxen und -labore mit allen Gebrauchs- und Verbrauchsmaterialien für deren Alltag. Das Unternehmen konnte in den zurückliegenden Jahren kontinuierliches Wachstum verzeichnen und verfügt heute über eine Lagerfläche von fast 8.000 m2. Das Sortiment umfasst um die 140.000 bestellbare Artikel, von denen rund 50.000 im Lager vorrätig sind.

Optimierungspotenzial vorhanden.

Analog zum Unternehmenswachstum wuchsen auch die Bestände. Kapital wurde zum Teil jedoch unnötig gebunden und Lagerkosten stiegen rasant. Mit dem vorhandenen ERP-System stießen die fünf Planer und Disponenten bei GLS Dental trotz zahlreicher Weiterentwicklungen immer öfter an Grenzen und es war nicht mehr möglich, Dringlichkeiten zu erkennen. Die Verfügbarkeit kritischer A-Teile war in der Folge nicht zufriedenstellend, während gleichzeitig zu viel Zeit für das Management der eher unkritischen C-Teile aufgewendet wurde. Zudem stand den Mitarbeitern lediglich ein einzelnes Prognosemodell zur Verfügung.

„Unsere Disponenten waren zu sehr mit Routinetätigkeiten mit hohem manuellem Einsatz beschäftigt und hatten keine Gelegenheit, etwa mit Lieferanten zu verhandeln oder den Einkauf strategisch zu organisieren“, beschreibt Klaus Holtmann, Leiter IT und Logistikprozessplanung von GLS Dental, die Situation. „Dazu kam, dass unser Lagerbestandswert immer weiter stieg. Bei einem Wert von rund 20 Millionen Euro war es an der Zeit, die Notbremse zu ziehen.“

Klaus Holtmann, Leiter IT und Logistikprozessplanung bei GLS Dental
„Sowohl Add One als auch Invent Xpert von Inform haben unsere Prozesse wesentlich flüssiger und zuverlässiger gemacht.“ Klaus Holtmann, Leiter IT und Logistikprozessplanung bei GLS Dental

Auswahlprozess.

Die Erwartungen an eine Optimierungssoftware konnte GLS Dental schnell definieren: Das Unternehmen wollte Bestände und Dispositionsaufwand jeweils um bis  zu 20 % senken, den Lieferservicegrad erhöhen sowie das C-Teile-Management automatisieren. Im Rahmen eines Auswahlprozesses prüfte das Team um Klaus Holtmann verschiedene auf dem Markt verfügbare Lösungen und nahm diese bei Referenzbesuchen genauestens unter die Lupe. Das Ergebnis: Nur die Software add One Bestandsoptimierung des Aachener Unternehmens Inform erfüllte bereits in der Standardversion nahezu alle Kriterien und überzeugte auf ganzer Linie.erfüllte bereits in der Standardversion nahezu alle Kriterien und überzeugte auf ganzer Linie. „Wir waren gleich angetan von add One; vor allem davon, dass nur kleine, branchenspezifische Anpassungen nötig waren, um unseren Anforderungen zu entsprechen. Begeistert hat uns auch, dass die Software für alle unsere Artikel jede Nacht aus einer großen Zahl von verschiedenen Prognoseverfahren und Parameterkombinationen die Beste auswählt und so die Prognose berechnet. Das macht das Ergebnis sehr sicher und zuverlässig“, begründet Holtmann die Entscheidung.

Reibungslose Einführung.

Das Einführungsprojekt mit intensiven Gesprächen zu Anforderungen und Zielen und der technischen Implementierung verlief komplikationslos innerhalb von nur drei Monaten. Die Add on-Software wurde über eine Schnittstelle mit dem ERP-System Navision verbunden. Dafür waren bereits die richtigen Konnektoren vorhanden, sodass nur noch Begriffsdefinitionen in beiden Systemen überprüft und angepasst werden mussten. Die Disponenten wurden zudem im Umgang mit add One Bestandsoptimierung geschult.

Seit Juni 2016 ist die Software bei GLS Dental im Einsatz und erleichtert die Arbeit der Mitarbeiter enorm. „Manche Kollegen arbeiteten seit über zehn Jahren mit unserem ERP-System. Dass hier ein Umdenken stattfi nden musste, ist mehr als verständlich“, so Holtmann. Letztendlich fanden die spürbaren Verbesserungen in der Disposition aber schnell Anklang. „Die Schulungen und die Beratung der Inform-Experten machten diese Umstellung für uns jedoch leicht.“ Im Arbeitsalltag stellte sich besonders die graphische Oberfläche der Software als ein wahrer Gewinn heraus: Diese zeigt den Disponenten optimiert auf, welche Tätigkeiten für höchste Effizienz in welcher Reihenfolge auszuführen sind. Hilfreich für GLS Dental ist auch die Möglichkeit, im Rahmen von Simulationen herauszufinden, welche Auswirkungen etwaige Veränderungen in der Lieferstruktur auf das Bestandsmanagement haben.

Gute Wahl.

„Wir sind begeistert“, freut sich Holtmann. „Unser gesamtes C-Teile-Management läuft nun voll automatisiert ab, sodass sich die Disponenten nicht mehr darum kümmern müssen.“ Eine verbesserte Abbildung sowie gezielte Bestellvorschläge machten es darüber hinaus möglich, dass GLS Dental seinen Lieferservicegrad auf 96 % erhöhen konnte. Darüber hinaus setzt GLS Dental auch die Stichprobeninventur-Software Invent Xpert von Inform ein. Bisher erfolgte die Inventur manuell über eine Vollaufnahme.