AMB punktet heuer mit „Digital Way“

AMB 2018
Mehr als 1.500 Aussteller werden auf der AMB erwartet, die wiederum um die 90.000 Besucher erhofft.

Die AMB boomt, und das seit Jahren. Kaum werden viele der Aussteller der Intertool in Wien ihre Zelte abgebaut haben, geht es weiter nach Stuttgart. Und wie auch hierzulande das Thema Digitalisierung mit der C4I Einzug ins Messegeschehen nimmt, punktet die AMB ab sofort mit einer eigenen digitalen Veranstaltung namens „Digital Way“.

Am 18. September geht es los und Stuttgart steht im Zeichen der AMB 2018. Bei der 19. Veranstaltung der Metallbearbeitung wird vom 19. bis 22. September einiges geboten. „Mehr als 1.500 Aussteller werden dann in Stuttgart erwartet“, freute sich der Abteilungsleiter der Industriemessen der Messe Stuttgart, Gunnar Mey im Vorfeld auf der Pressekonferenz in Wien. Und auch in puncto Ausstellungsfläche kann ein Erfolg im Vorfeld bekannt gegeben werden: „Mehr als 1.500 Aussteller werden ihre Innovationen auf einer Bruttoausstellungsfläche von mehr als 120.000 m2 in Stuttgart präsentieren“, ergänzte Mey erfreut und somit scheint es, dass die AMB 2018 „die größte AMB aller Zeit werden wird.“

Digital Way auf der AMB
Digital Way – so stellt die AMB 2018 ihren Weg in die Digitalisierung den Besuchern dar.

„Mit der neuen Paul Horn Halle (Halle 10), der neuen Sonderschau namens „AMB Digital Way“ und dem dazugehörigen Kongress haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, um die AMB in diesem Jahr noch größer und besser aufzustellen“, so Mey weiter. Auf die Frage hin, wie viele Besucher denn die Messe erwartet erwähnte er, dass der Trend zwar dahingehe, dass aufgrund voller Auftragsbücher in der Branche derzeit schwer dem einen oder anderen Mitarbeiter ein „Messeschein“ genehmigt werden würde, denn die Kräfte werden derzeit alle in den Unternehmen gebraucht, dennoch erwarte man sich, „die 90.000-Marke wieder zu knacken.“ Und Österreich belegt bei den ausländischen Besuchern Platz 1 bei der AMB.

Netzwerken im Fokus.

Und auch das Netzwerken soll auf der AMB keineswegs zu kurz kommen. Messen sind und bleiben auch in Zeiten der Digitalisierung ein wichtiger Event für den persönlichen Austausch untereinander. So wartet mit einem „Networking Abend“ die Messe auf und möchte den Besuchern die Möglichkeit bieten, den direkten Austausch zu unterstützen. Doch was genau verbirgt sich hinter der Sonderschau namens Digital Way? Damit präsentiert die Messe Stuttgart beziehungsweise die AMB heuer erstmalig und gezielt die Entwicklungen der Digitalisierung innerhalb der Metallbearbeitenden Industrie. Fragen, wie: Was bieten Unternehmen in puncto Digitalisierung an? Welche Synergien können zwischen IT, Software und Fertigung/ Produktion inzwischen verzeichnet werden? sind nur einige der drängenden im Umfeld von Industrie 4.0. „Die Unternehmen möchten konkret darüber informiert werden, wie Industrie 4.0 und die Digitalisierung in der Fertigung umgesetzt werden können“, so Mey ergänzend. Und auch die Positionierung der Sonderschau spricht für sich – vom Flughafen auf dem direkten Weg zur Messe befindet sich der Digital Way am Haupteingang. Man stolpert sozusagen in die Sonderveranstaltung hinein, die einiges zu bieten haben wird. Die Kombination aus Fachkonferenz, Begleitausstellung und Showcases soll der Sonderschau eine 3-Säulen-Basis geben, das Fundament sozusagen, auf dem der Erfolg der Digitalisierung der Unternehmen dann ruht.

Es wird viel geboten.

Die AMB selber verspricht mit einer neuen Hallenaufteilung mehr Überblick und eine strukturiertere Übersicht für die Besucher. Nicht zu vergessen beziehungsweise zu unterschätzen bei all den Messen ist der Nachwuchs. „Gezielte Nachwuchsförderung in Zeiten des Facharbeitermangels ist das A und O einer erfolgreichen Veranstaltung“, waren sich alle am Podium einig. Hierfür werden mehr als 5.000 Schüler gezielt zur AMB eingeladen.

Dr.-Ing. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), stellte in seinen Ausführungen deutlich die positiven Entwicklungen der Branche dar: „Wachstum ist in allen Bereichen der Fertigung deutlich zu spüren“, so Dr. Schäfer. Und beim Werkzeugmaschinen-Export für Deutschland ist eindeutig zu verzeichnen, dass vor allem die USA (+18 % in 2016/17) neben China (+16 %) und Mexiko (+ 32 %) Zugpferde sind. Österreich liegt mit +9 % beim Export für Deutschland auf Rang 6. Beim Import erzielte vor allem Spanien im zurückliegenden Jahr ein Plus von 29 %. Österreich liegt auf Rang 6 mit einem Zuwachs von 5 % und die Türkei hat inzwischen Plätze im hinteren Bereich eingenommen und ein starkes Minus zu verzeichnen. Und laut Dr. Schäfer halte der positive Trend der wirtschaftlichen Entwicklungen auch 2018 weiter an – so die Prognosen.

„Die Auftragseingänge bei Werkzeugmaschinen sind auf einem weiterhin aufstrebenden Ast“.

Für Österreich heißt das konkret: Deutschland ist weiterhin wichtigster Lieferant von Werkzeugmaschinen (Anteile in % = 61,6 %), danach kommen weit abgelegen erst die Schweiz und Italien sowie China und Belgien (oft als HUB für Japan). Beim Werkzeugmaschinenexport ist für Österreich Deutschland wichtigster Absatzmarkt und zwar in Prozent anteilsmäßig 28,2 %. Dr. Schäfer betonte in seinen Ausführungen auch, dass die VDMA-Brancheninitiative „Konnektivität für Industrie 4.0“, die auf der zurückliegenden EMO in Hannover im Herbst startete, einen großen Fokus für die Entwicklung innerhalb der Branche bilde. Hier sei vor allem auch Thema, eine einheitliche Schnittstelle auf Basis von OPC UA an übergeordnete IT-Systeme zu bieten, die es nicht nur KMU aber vor allen den „kleineren“ Unternehmen ermögliche, die Investitionen bei Industrie 4.0-Projekten überschaubar zu halten. „Ein Konsens mit den Steuerungsschnittstellen ist sehr wichtig“, so Schäfer.