„3D-Druck ist mehr ein Change-Management-Thema“

Stefanie Brickwede | Sie ist Geschäftsführerin von Mobility goes Additive und Leiterin des Konzernprojekts 3D-Druck bei der DB Fahrzeug-Instandhaltung. Beim 5. Austrian 3D-Printing Forum in Wien hält sie u.a. eine Keynote zum Thema „3D-gedruckte Mobilität: Lösung von Obsoleszenz Problemen und Reduzierung von Lagerkosten“. Vorab hat Sie 2 Fragen Ihrem Kernthema 3D-Druck beantwortet.

Frau Brickwede, ist der Prototyping-Ansatz aus der Mode gekommen?Werden ab jetzt alle Ersatzteile gedruckt?

Bereits seit über 20 Jahren wird 3D Druck für die Fertigung von Prototypen genutzt. Nun entdecken zunehmend Unternehmen mit hochinvestiven Anlagen, Maschinen oder Fahrzeugen den 3D Druck als zusätzliche Sourcingoption für schwer beschaffbare Ersatzteile. Sowohl im Automotive-, als auch Bahn-Sektor werden obsolete Teile in kleinen Mengen nun nachgedruckt, um Lager- und Beschaffungskosten zu reduzieren. Gleiches treibt zunehmend Anlagenbauer um, die über extrem lange Zeiträume Verfügbarkeitsgarantien geben müssen.

Ist 3D Druck ein Technologie-Thema?

3D Druck ist ein relativ junges Thema, so dass es bei den meisten Ingenieuren und Technikern in der Ausbildung noch nicht relevant war. Zudem besteht bei vielen das Vorurteil, dass damit nur Plastikfigürchen gedruckt werden können. Wissen aufzubauen, Vorteile aufzubrechen und Vertrauen zu schaffen, ist mehr ein Change-, als ein Technologie-Thema. Im deutschen Markt liegen dazu erste Erfahrungen vor, die Unternehmen beim Einstieg in die Technologie helfen.

Details zum Austrian 3D-Printing-Forum finden Sie hier.