Zusammenarbeit mit Start-ups | eine Win-Win-Situation

Für unterschiedlichste Industrieanwendungen entwickelt Holo-Light intuitiv bedienbare Mixed-Reality Softwareprodukte, wie die Anwendung von Datenbrillen in der Produktion – so auch bei Festo. | Bild: Festo
Für unterschiedlichste Industrieanwendungen entwickelt Holo-Light intuitiv bedienbare Mixed-Reality Softwareprodukte, wie die Anwendung von Datenbrillen in der Produktion – so auch bei Festo. | Bild: Festo

Bereits 23 Pilot-Projekte mit Start-ups wurden in den vergangenen vier Jahren bei Festo erfolgreich umgesetzt. Nun baut der Automatisierungsspezialist die Zusammenarbeit mit Start-ups weiter aus. Gemeinsam will man Technologien voran zu treiben. M.Tech – so nennt sich das aktuelle Programm, das das Wachstum von Start-ups finanziell und ideel fördert.

Beim Innovationsunternehmen Festo ist man immer auf der Suche nach guten Ideen. Daher arbeitet man auch eng mit Start-ups zusammen. Partnerschaften und Kooperation sind ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie von Festo. Ein Team, das in der Forschung angesiedelt ist, unterstützt Start-ups und begleitet sie auf ihrem Weg in die industrielle Praxis. Das eröffnet den Start-ups, aber auch Festo tolle Chancen. Dipl.-Ing. Rainer Ostermann, Country Manager von Festo:

„Die intensive Zusammenarbeit hilft, neue Technologien und externes Knowhow aufzuspüren. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Dipl.-Ing. Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich | Bild: Festo, Draper
Dipl.-Ing. Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich | Bild: Festo, Draper

Den besonderen Mehrwert in der Zusammenarbeit mit den jungen Unternehmen, sieht Ostermann besonders darin, dass Produktinnovationen vorangetrieben und neue Geschäftsmodelle schnell auf den Markt gebracht werden können. Festo bietet den Start-ups neben den Pilotprojekten den Zugang zu Kunden. „Und es besteht immer die Möglichkeit einer Weiterführung der Kooperation über das Accelerator-Programm hinaus“, ergänzt Ostermann.

Beteiligung an Accelerator-Programmen

Acceleratoren sind Programme oder Organisationen, die in einem beschränkten und vorab definierten Zeitraum, Start-ups durch Mentoring, Investitionen, physische Ressourcen sowie der Bereitstellung eines Netzwerkes fördern. Festo kooperiert seit 2014 mit dem Frühphasen Start-up Accelerator Techfounders in München. In 2017 folgte die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit dem M.Tech Accelerator – Engineering the Future of Mobility in Stuttgart. Ab 2018 starten hier die ersten Kooperationen.

Erfolgreiche Pilotprojekte im Umfeld von Industrie 4.0

In den vergangenen Jahren hat Festo bereits erfolgreiche Pilotprojekte mit dem Accelerator-Programm von Techfounders realisiert.

Der österreichische Softwareentwickler Holo-Light konzentriert sich auf Industrie 4.0-Lösungen mit Augmented Reality-Geräten wie der Microsoft HoloLens. Der Nutzer solcher Geräte kann seine reale Umgebung mit zusätzlichen Informationen digital ergänzen. Im Festo Werk in Rohrbach wird die Datenbrille HoloLens erstmals in einem Pilotprojekt erprobt. Die Technologie unterstützt bei typischen, sich wiederholenden Prozessen, beispielsweise im Einlernprozess von Mitarbeitern.

ProGlove ist bei Festo in der Logistik im Einsatz: Die Fahrer der Routenzüge nutzen das Wearable in der Montage. | Bild: Festo
ProGlove ist bei Festo in der Logistik im Einsatz: Die Fahrer der Routenzüge nutzen das Wearable in der Montage. | Bild: Festo

ProGlove entwickelt Wearables für die Industrie – Computertechnologien, die man am Körper trägt. Das 2014 von Ingenieuren und Innovationsberatern in München gegründete Start-up erprobte in einem Pilotprojekt bei Festo den Einsatz eines intelligenten Handschuhs mit integriertem Scanner in der Technologiefabrik in Scharnhausen. Dabei steht die Verbesserung und Vereinfachung der Produktions- und Logistikprozesse an erster Stelle.

Einfache Vernetzung verschiedener Schnittstellen, Geräte und Maschinen – dieses Ziel verfolgt das Stuttgarter Start-up aucobo. Das zweiköpfige Gründerteam hat Anfang 2016 mit seiner Arbeit begonnen. Ihre smarten Systeme, zum Beispiel eine Smartwatch, ermöglichen es, Informationen zwischen Mitarbeitern und Maschinen ganz einfach auszutauschen. Abläufe in der Produktion werden so optimal miteinander vernetzt. In der Technologiefabrik Scharnhausen wird die mobile Maschinenbedienung mit Smartwatches bereits angewendet. Die Lösung erhöht die Maschinenverfügbarkeit und reduziert unnötige Laufwege der Mitarbeiter in der Produktion.

Dank der Lösung von aucobo können Produktionsmitarbeiter bei Festo mit Smartwatches flexibel Anpassungen vornehmen. | Bild: Universität Stuttgart, Max Kovalenko
Dank der Lösung von aucobo können Produktionsmitarbeiter bei Festo mit Smartwatches flexibel Anpassungen vornehmen. | Bild: Universität Stuttgart, Max Kovalenko

Mit dem Münchner Start-up Soley, welches auf innovative Smart-Data-Analysen spezialisiert ist, erprobt und nutzt Festo derzeit Lösungen für die Auslaufplanung von Produkten. Bisher mussten Stücklisten für Produkte, die aus dem Programm genommen werden sollen, manuell zusammengeführt, Abhängigkeiten identifiziert und Auswirkungen auf Baugruppen und Einzelteile abgeleitet werden. Nun ist es möglich, diese Arbeitsschritte effizienter zu gestalten.

Weitere Informationen zu den Start-up-Kooperationen bei Festo finden Sie unter www.festo.com/networks. Interessierte Start-ups können sich bei Festo melden, um im Rahmen einer Kooperation gemeinsam Ideen umzusetzen: start-up@festo.com