Ohne Kraft geht’s auch

Muskel- und Skeletterkrankungen sind die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit – vor allem in Berufen, in denen körperlich anstrengende Tätigkeiten wie das Ziehen und Schieben von Lasten zum Alltag gehören. | Bild: Blickle

Wenn das Ziehen und Schieben von Lasten zum Alltag gehören, bleiben Muskel- und Skeletterkrankungen nicht aus. Der Einsatz von Rädern und Rollen kann dann die Arbeit erleichtern und das Gesundheitsrisiko verringern. Die ideale Lösung hängt jedoch von einer Vielzahl von Faktoren ab.

Ziehen und Schieben gehören neben Heben, Halten, Tragen und Absetzen zu den häufigsten Arbeitsschritten, wenn Menschen Lasten von Hand bewegen müssen. Laut der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin kamen in Deutschland dadurch allein im Jahr 2015 fast 130 Millionen Fehltage zusammen. Damit verursachten Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes einen Wertschöpfungsausfall von rund 25 Milliarden Euro – oder 0,8 % des Bruttonationaleinkommens unseres größten Nachbarlandes. Bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen, bietet für Unternehmen, neben der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben, auch einen großen wirtschaftlichen Anreiz.

Widerstand erhöht den Kraftaufwand.

Ist etwas zum Halten oder Tragen zu schwer, kommen in vielen Fällen Fahrzeuge und Transporthilfen mit Rädern oder Rollen zum Einsatz, um den Kraftaufwand zu verringern. Doch auch diese zu bewegen kann mühsam sein. „Schuld daran sind die verschiedenen Widerstände, die beim Anfahren, beim Rollen, bei Richtungsänderungen und beim Überfahren von Hindernissen entstehen“, erklärt Martin Wiest, Produktmanager beim Räder- und Rollenspezialisten Blickle.

Ist etwas zum Halten oder Tragen zu schwer, kommen in vielen Fällen Fahrzeuge und Transporthilfen mit Rädern oder Rollen zum Einsatz, um den Kraftaufwand zu verringern. | Bild: Blickle
Ist etwas zum Halten oder Tragen zu schwer, kommen in vielen Fällen Fahrzeuge und Transporthilfen mit Rädern oder Rollen zum Einsatz, um den Kraftaufwand zu verringern. | Bild: Blickle

Blickle setzt bei vielen seiner Produkte auf Polyurethan-Laufbeläge und hat mehrere selbst entwickelte Werkstoffe im Portfolio, die sich durch hervorragende Laufeigenschaften auszeichnen. Eine solche ist beispielsweise die neue Radserie Alb, die das Unternehmen vor kurzem vorgestellt hat. Speziell für anspruchsvolle Anwendungen in der Intralogistik entwickelt, besitzt sie einen hochwertigen Laufbelag aus dem reaktionsgegossenen Polyurethan-Elastomer Blickle Besthane mit optimierter Geometrie. Das verringert die Auflagefläche sowie das Ein- und Ausfedern beim Abrollen – mit dem Ergebnis, dass der Rollwiderstand bis zu 40 % niedriger ist als bei anderen Polyurethan-Rädern. Durch seine Härte von 92° Shore A bietet der Blickle-Laufbelag trotzdem eine sehr gute dynamische Belastbarkeit – das heißt, die Räder sind auch für höhere Geschwindigkeiten geeignet.

Nicht nur Größe, Material und Laufbelagsgeometrie sind entscheidend, sondern auch die Beschaffenheit des Untergrunds. Und nicht zuletzt muss die Tragfähigkeit der Räder und Rollen für die bewegten Lasten ausreichend ausgelegt sein. Sonst drohen Verschleiß, Schäden oder gar Unfälle. „Es lohnt sich daher, bei der Auswahl einem kompetenten und erfahrenen Experten zu vertrauen“, resümiert Wiest.

Mit elektrischem Antrieb.

Und wenn die zu bewegenden Waren so schwer sind, dass selbst mit der besten Rolle pure Muskelkraft nicht mehr ausreicht? Auch dafür haben die Blickle-Ingenieure eine Lösung gefunden: Das EA1, ein elektrisches Antriebssystem zur Aufrüstung von Transportgeräten und Handschiebewagen. Das aus verschiedenen Standardkomponenten konfigurierbare Antriebssystem ermöglicht für Lasten bis 2.000 Kilogramm ein kräfteschonendes Handling. „Auf diese Weise können Unternehmen auch bei besonders anspruchsvollen Handling-Aufgaben die Gesundheit ihrer Mitarbeiter noch nachhaltig schonen“, bemerkt Wiest. Doch auch für alle anderen Anwendungen gilt: Die Wahl der passenden Räder und Rollen erleichtert das tägliche Ziehen und Schieben im Arbeitsalltag enorm.