Photonik bringt Licht in die molekularen Zusammenhänge unseres Lebens

Zeiss cortical | Primäre neuronale Zellen in Kultur. Dekonvolvierte Z-Stapel Projektion mit GPU-basierter Dekonvolution. Antikörper-Färbung von Klasse III beta-Tubulin (Cy2), Nestin (Cy3) und DCX (Cy5). Kerne mit DAPI-Färbung. Probe bereitgestellt von H. Braun, LSM Bioanalytik GmbH, Magdeburg, Germany.
Zeiss cortical | Primäre neuronale Zellen in Kultur. Dekonvolvierte Z-Stapel Projektion mit GPU-basierter Dekonvolution. Antikörper-Färbung von Klasse III beta-Tubulin (Cy2), Nestin (Cy3) und DCX (Cy5). Kerne mit DAPI-Färbung. Probe bereitgestellt von H. Braun, LSM Bioanalytik GmbH, Magdeburg, Germany.

Auf der Weltleitmesse LASER World of PHOTONICS in München wird von 26. – 29. Juni 2017 aufgezeigt, wie eng Fortschritte in der Medizin mit photonischen Verfahren verknüpft sind. Wenn Forscher heute auf Entdeckungsreisen gehen, lassen sie sich gern von Photonen in Miniaturwelten tragen. Beim Blick in lebende Zellen, in neuronale Gehirnprozesse oder krankhaft veränderte Gewebe ist die Photonik allgegenwärtig.

Das geht unter die Haut

In Anwendungsorientierten Panels (Messehalle B2) und der European Conference on Biomedical Optics (ECBO 2017) werden aktuelle photonische Trends in Medizin und Forschung näher beleuchet. Dazu gehört das Deep Tissue Imaging. Optical Coherence Tomography (OCT) erlaubt es Medizinern, per Infrarotlaser in Echtzeit einige Millimeter tief in Gewebe zu blicken. Die optischen Systeme liefern mikroskopisch aufgelöste 3D-Scans, ohne Patienten mit schädlicher Strahlung zu belasten.

Fremdgesteuert | Optogenetik

Daneben wird die LASER 2017 ein vielversprechendes, junges Forschungsfeld beleuchten: die Optogenetik. Diese bringt per Laser Licht in neuronale Prozesse. Forscher schleusen dafür spezielle, mit Licht schaltbare Proteine in Hirnareale ein. Über die Proteine können sie per Laser den Ionenfluss im neuronalen Netzwerk gezielt steuern. Die Forschung schreitet rasant voran. Immer besser gelingt es, Hirnfunktionen und kognitive Prozesse zu steuern, um diese systematisch zu erforschen.

Eingriff ohne Einzugreifen | Laser, Augmented Reality & mehr

Optische Verfahren nehmen heute in der Entwicklung und Fertigung miniaturisierter Biochips ebenso eine Schlüsselrolle ein, wie in der Fertigung perfekt angepasster 3D-gescannter und 3D-gedruckte Implantate. Und sie verschaffen Ärzten durch präzise bildgebende Diagnoseverfahren und miniaturisierte Endoskope schonende Einblicke in Körper von Patienten.

Der LASER-Aussteller JenLab GmbH treibt hierzu ein Forschungsprojekt voran, um das Verfahren für sekundenschnelle Diagnosen von Hautkrebs oder gefährlichen Hornhautdegenerationen nutzbar zu machen. Bei Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffes, geht es mit optischen Verfahren weiter. Beispiele dafür sind OP-Assistenzsysteme, Augmented oder Virtual Reality sowie Laser statt handgeführter Skalpelle.

Spannend? Allemal! – Mehr über die Anwendungen aus Biophotonik und Medizintechnik erfahren Sie von 26.–29. Juni auf der LASER World of Photonics 2017 in München.